Dune Skizze

Premiere am 26. November 2010 im Theater Rampe, Stuttgart. Ein Theaterstück nach Motiven von Frank Herberts "Dune - Der Wüstenplanet"

Der Krieger erwacht

Mit einer kleinen Prüfung beginnt die große Erzählung des Paul Atreidis. Der lange prophezeihte „Muad‘Dib“, der Heilsbringer und Retter der Menschheit scheint endlich gefunden zu sein. Und tatsächlich: Im Laufe der unvollendeten Science-Fiction-Heptalogie „Dune“ des amerikanischen Schriftstellers Frank Herbert erfüllt sich die Vorhersage. Paul ist „Muad‘Dib“ und errichtet mit Hilfe der Fremen eine Art Gottes- oder Sonnenstaat auf Dune – dem Wüstenplaneten.

Mit seiner zwischen 1965 und 1985 erschienenen Parabel „Dune“ erhebt Frank Herbert den utopischen Anspruch, die politischen Probleme des 20.Jahrhunderts in einem großen Rundumschlag lösen zu können. Der an philosophie- und religionsgeschichtlichen Anspielungen reiche Handlungsverlauf verweist auf eine Reihe ungelöster Probleme seiner Entstehungsszeit: Vom Kampf um Öl, über sozialpolitische sowie ethnische Fragen bis hin zu wissenschaftstheoretischen Fragen – Frank Herbert denkt systemisch und formuliert seine politischen Themen auf einer systemübergreifenden Makroebene. Viele dieser Fragen und Probleme sind heute drängender denn je. Die Gefahr der Selbstauslöschung der Menschheit durch Umweltzerstörung, Krieg und Fanatismus, die sich als übergeordnetes Thema durch die Erzählung Herberts zieht, ist auch heute wieder in das Bewusstsein unserer Gesellschaft gerückt. Und das Bewusstsein für die Krise bereitet den Weg für charismatische Führerfiguren wie Paul Atreidis...



Premiere am 26. November 2010 im Theater Rampe, Stuttgart

Mit: David Berger, Folkert Dücker, Monika Hölzl, Barbara von Münchhausen, Sebastian Schäfer

Regie: Samuel Hof, Text: Jonas Zipf, Musik: Paul Frick; Ausstattung: Jelena Nagorni, Produktion: Markus Nießner / Julia Huber, Sound/Video: Pedro Pinto, Regie-Assistenz: Madlen Wüst, Ausstattungs-Assistenz: Nina Malotta